Dalke Rugslav






Dalke Rugslav wurde als Sohn eines freien Fischers auf der Insel Rügen geboren. Sein Großvater fiel als Teil der sächsischen Hilfstruppen bei der Schlacht an der Raxa, gegen andere aufständische Slawenstämme. Durch diese Teilnahme auf sächsischer Seite blieb die ranische Stammesgemeinschaft vorerst von Übergriffen der Christen weitestgehend verschont.
 
Im Zuge des darauf folgenden Slawenaufstandes wurde der Einfluss der umliegenden christlichen Fürstentümer, auch auf die Ranen von Rügen, deutlich geschwächt. Das gab den Ausschlag dazu, das sich die Ranen, wenn auch erst im stillen, politisch die Seiten wechselten und sich den Liutizien annäherten.
 
Da die Ranen nun immer wieder an Kriegszügen und an der Piraterie in der südwestlichen Ostsee teilnahmen, kam es dazu, dass, im Zuge eines Rachefeldzuges dänischer Fürsten, auch die Siedlung von Dalkes Familie überfallen und niedergebrannt wurde. Bei dem Überfall starben sein Vater und sein Onkel und er und seine Mutter wurden verschleppt und lebten die nächsten 3 Jahre als Unfreie bei den Dänen.
 
Mit Hilfe eines slawischen Händlers schafften sie es zu fliehen und nach Rügen zurückzukehren, wo sie am Hof des Fürsten Vorgislav, eines niederen Adeligen, aufgenommen wurden.
 
Vorgislav selbst hatte keine Nachkommen, da sein älterster Sohn an Typhus und seine Frau und sein zweitgeborener Sohn bei der Geburt des selbigen verstarben. Da er einen Erben brauchte und väterliche für den jungen Dalke entwickelte, der mit seiner Mutter als Bedienstete in seinem Haus arbeiteten, nahm er ihn als Sohn an und zog ihn groß. So lernte er neben der Fischerei und der Seefahrt auch das kämpfen. So konnte er nun, von Rachegedanken getrieben, selbst an den Plünderfahrten teilnehmen und verhalf dem Fürsten Vorgislav zu neuem Reichtum und Einfluß. Nach dessen Tod übernahm Dalke die Ländereien seines Ziehvaters und dessen neugewonnenen Einfluss und schloss sich mit seiner, durch Heirat und Zusammenschluss anderer Familien deutlich vergrößerten Sippe, offen den Liutizien an.